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SUMMARY:Der gestiefelte Kater
DESCRIPTION:Der gestiefelte Kater nach Ludwig Tieck – das Märchen und mehr als das Märchen …\n\nDer gestiefelte Kater nach Ludwig Tieck zeigt eine Aufführung des bekannten Märchens – mit Chaos auf und hinter der Bühne und einem Publikum\, das seine kritische Überlegenheit gegenüber dem bloßen „Kindermärchen“ bis hin zu einem Theaterskandal demonstrieren muss\, aber gleichzeitig durch Schmeicheleien und die Anklänge an die Zauberflöte immer wieder in unkritische Begeisterung verfällt. Zeitlos ist nicht nur die Satire auf das Publikum\, sondern vor allem die Darstellung gar nicht märchenhafter Machtausübung.\n\n\n\n\nWenn man in die Aufführung eines Märchenspiels geht\, dann weiß man\, was einen erwartet: sprechende Tiere\, Könige und Prinzessinnen\, brave Bauernburschen\, böse Zauberer – und vor allem ein Happy End. So weit\, so bekannt. Was einem in Ludwig Tiecks Stück zuerst begegnet\, ist ein blasiertes Publikum\, das schon vor dem Beginn des „Spiels im Spiel“ zu ersten Mal durch den Dichter beschwichtigt werden muss. Im Mittelpunkt dieser Inszenierung des über zweihundert Jahre altem Stück stehen die – zeitlosen und beklemmend aktuellen – Ausprägungen und Demonstrationen von absoluter politischer Macht – und die Brüchigkeit einer Hoffnung auf ein Happy End\, da die beruhigende Märchenwelt durch das Chaos auf\, hinter und vor der Bühne dauernd kommentiert und unterbrochen wird.\n\nWie sich die internationale Theatergruppe mit Mitwirkenden aus siebzehn Ländern unter der Regie zweier Lehrkräfte des Lehrgebiets Deutsch als Fremdsprache dieser brüchigen Märchenaufführung um Machtausübung angenommen hat\, ist nun am 2.\, 3.\, 5. und 6. Juli jeweils um 19.30 im Theater an der Uni zu sehen. Was im vergangenen Oktober mit einem – wie jedes Jahr – fast völlig neu zusammengestellten Ensemble in Probenarbeit begann\, wird nun nach einer beinahe neunmonatigen Probenzeit Anfang Juli mit den Aufführungen im Theater an der Uni – ermöglicht durch die Unterstützung des Studierendenwerks Niederbayern/Oberpfalz – zum Abschluss gebracht.\n\nAuch wenn das Stück seine Anspielungen und Ironisierungen aus der Zeit um 1800 entwickelt\, ist es doch in seiner Behandlung des Theater-(Publikum)s\, der Sprache und den Themen von einer Überzeitlichkeit – so wie Märchen es sind.\n\nWas das Publikum alles zu mäkeln hat\, welche Rollen der Hanswurst vor einem aufgeklärten Publikum spielt und was die damalige Sensation „Die Zauberflöte“ mit all dem zu tun hat\, sei hier aber nicht verraten…
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LOCATION:Theater an der Uni\, Albertus-Magnus-Str. 4\, Regensburg\, 93053
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