Daran soll sich zunächst auch nichts ändern, als der einflussreiche Gangsterboss Leo ihn mit einer lukrativen Festanstellung ködert. Doch dann lernt Frank die Gastronomin Jessie kennen und verliebt sich in sie. Beseelt vom Traum, mit ihr eine Familie zu gründen, beginnt er seinen Prinzipien zum Trotz für Leo zu arbeiten, um die geplante bürgerliche Existenz finanzieren zu können. Als sich die Allianz mit dem Ganoven jedoch plötzlich als Teufelspakt entpuppt, steuert Franks Leben unaufhaltsam auf eine blutige Tragödie zu.
Sammelte Regisseur, Autor und Produzent Michael Mann bis zu diesem Zeitpunkt seine Lorbeeren im Bereich der leichten TV-Unterhaltung (MIAMI VICE), so hätte sein Einstand in die Welt des Kinospielfilms nicht fulminanter sein können. Bereits die atemberaubende Eingangssequenz seines Debüts THIEF zeugt von einer meisterhaften Beherrschung des Mediums. Untermalt von den atmosphärischen Klängen der deutschen Elektro-Band Tangerine Dream, montiert Mann die unterkühlt anmutenden Bilder eines Juwelendiebstahls mit derselben Präzision, mit der Protagonist Frank das Verbrechen ausführt. Doch so beeindruckend die stilistische Rafinesse dieses Films auch sein mag, ist es vor allem James Caans eindringliches Spiel, das diesen aufregenden Thriller auch zu einem vielschichtigen Psychogramm werden lässt.
Saal: Theater im Akademiesalon FSK: ab 18 Jahr: 1981 Genre: Action, Krimi Dauer: 122 Sprache: OmU, Originalversion Land: US Schauspieler: James Caan, Tuesday Weld Regisseur: Michael Mann