Fotos: Christian Schneider
AnnPhie Fritz‘ Debüt-Programm – für das sie 2025 mit dem zweiten Platz beim renommierten Passauer Scharfrichterbeil und 2026 mit dem silbernen Besen in Stuttgart ausgezeichnet wurde – ist eine Yoga-Stunde der etwas anderen Art.
Eigentlich will AnnPhie nur ihre erste Stunde als ganzheitlicher Life-Coach möglichst reibungslos und einfühlsam über die Bühne bringen.
Aber irgend etwas lenkt sie immer ab –
Also begibt sich AnnPhie auf die Suche nach dem Ursprung dieser ominösen Erschöpfung.
Dabei stolpert sie über Themen wie Selbstoptimierung, soziale Ängste, geplatzte Träume, sie hinterfragt falschen Nationalstolz, aufgezwungene Rollenbilder und politische Ansprüche
und stößt auf einen ganzen Haufen Widersprüche, die nicht nur ihre eigenen Grenzen völlig aufweichen, sondern auch die der Realität verschwimmen lassen.
AnnPhie piekst die Gesellschaft aus der Perspektive der weißen, queer-feministischen, veganen, Yoga praktizierenden Millenial-Snowflake, die sie nun einmal ist.
Aber auch alte, heterosexuelle Männer bestätigen:
Dieses Programm ist sehr lustig. Denn AnnPhie Fritz‘ erstes Solo-Kabarett-Programm ist ein temporeicher Trip, eine Gedankensprungreise, ein Ein-Frauen-Theater mit viel Körpereinsatz – (irr)witzig, klug und auch ein bisschen böse.
Gekonnt springt sie zwischen Szenarien, schlüpft in unterschiedliche Rollen, nimmt das Publikum mit auf die Suche nach einer besseren Welt und weiß dabei immer wieder zu überraschen.
Besonders nach der Pause.
AnnPhie Fritz ist Kabarettistin, Schauspielerin und Theaterpädagogin. Sie kommt aus Wien, wohnt in Berlin und lebt im Zug, Sie ist weder sonderlich optimistisch noch spirituell, Ihr Seelentier ist der Semmelknödel.
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