Das Transit Filmfest zeigt TETSUO: THE IRON MAN (鉄男): Blutendes Fleisch, rostiges Altmetall und Industrial Noise: Dieser ultraharte Cyber-Grunge entfesselt den Techno-Dämon in uns.
Schweißgebadet kämpfen wir uns aus diesem abgefuckten Traum, der gerade noch unsere hilflosen Körper mit rasiermesserscharfem Metal verschmelzen ließ. Doch kaum aufgewacht, holt uns der industriell induzierte Body Horror auch im echten Leben ein. Quält uns eine unbekannte technologische Mutation? Straft uns göttliche Autorität? Oder hält uns doch ›nur‹ ein endloser Albtraum in seinem Bann?
TETSUO ist ein Fest für hartgesottene Cyberpunker*innen und Metallfetischist*innen jeglicher Couleur. Gedreht in dreckigem Schwarz-Weiß, überbordend vor grotesken Stop-Motion-Effekten und mit einem laut hämmernden Industrial-Score, entwickelt Shin’ya Tsukamotos kultisch verehrter Body-Horror die surreale Qualität eines manisch-aggressiven Wachtraums, der Verstand und Sinne gleichermaßen malträtiert. Wir empfehlen für diese einschneidende Kinoerfahrung selbst Fans von ERASERHEAD oder CRASH das Tragen einer dicken Rüstung.
Shin’ya Tsukamoto | JAP 1989 | 67′ | OmeU