I LOVE PARIS
Wir alle hatten schon schlimme Kater, aber ein böses Erwachen wie Rap-Newcomerin Paris sicherlich noch nicht. Gestern war sie noch auf der Suche nach coolen Locations für TikTok-Promotänze. Heute, eine neue Bekanntschaft und eine Bisswunde später, hat sie Hunger auf Blut. Was zunächst wie ein Karrierekiller klingt, wird schnell zu einer Möglichkeit, unliebsame Kontrahent*innen auszuschalten. Denn in der Musikindustrie gilt: Aussaugen oder ausgesaugt werden.
So wandelt sich die Rap-Mockumentary von Regisseur Nicky Murphy zu einer absurden, temporeichen Jagd durch das nächtliche Paris. Im DIY-Look mit dynamischer Handkamera geht es von Underground-Gigs über wilde Drogentrips hin zu Vampir*innen-WGs mit toten Babys im Kühlschrank. Mit seinen abrupten Wendungen, spleenigen Charakteren und schlagfertigen Impro-Dialogen rächt sich I LOVE PARIS genüsslich an verstaubten Hierarchien und kommentiert bissig die Musikszene. Das perfekte Warm-up für die anschließende Transit Festivalparty!
Nicky Murphy | AUS/FRA 2026 | 120′ | OmeU mit Gäst*innen: Aminata Thiboult & Noé Hermelin

