10 Juli2026
9. Regensburger Kulturpflaster – Internationales Straßenzirkusfestival
11. September | 8:00 - 17:00 Uhr
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Altstadt mit Stadtamhof
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Kostenlos
Manege frei für den schönsten Zirkus der Stadt!
Beim 9. Kulturpflaster am letzten Wochenende der Sommerferien, 11. bis 13. September 2026, fesseln die Stars des Straßenzirkus das Publikum wieder mit atemberaubender Akrobatik und halsbrecherischem Humor – und erzählen dabei kleine und große Geschichten. Zum ersten Mal als Spielort dabei: der Schwimmverein auf der Jahninsel. Die Welt nach der Apokalypse: Ein Mann in grünem Schutzanzug schlägt sich durchs Dickicht und sticht mit einem Spaten ins Gras, auf der Suche nach Relikten der untergegangenen Zivilisation. Und mit jeden Kunststoffküken, dass der seltsame Mann dort zutage hebt und zu dressieren versucht, wird klarer: Wird ziemlich lustig, die Zeit nach dem Weltuntergang! Die Show Panic Ludic von Cie Pol&Freddy ist einer der Höhepunkte des 9. Regensburger Kulturpflasters. Das Straßenzirkus-Festival am letzten Sommerferien-Wochenende, 11. bis 13. September, steigt zum ersten Mal nicht nur auf den Plätzen der Altstadt, sondern auch auf dem Gelände des Schwimmvereins auf der Jahninsel. Insgesamt sind es 27 Shows aus aller Welt, an acht Plätzen und Bühnen zugleich. Und genau wie Sander De Cuyper, so heißt der Kauz im Schutzanzug, erzählen auch viele andere Künstler des Kulturpflasters ihre ganz eigenen Geschichten. Gleich zum Auftakt, am Freitag um 18 Uhr, kommt der Franzose Simon Moreau mit seinem Schiff auf den Rathausplatz – ein selbstgebasteltes Boot, auf dem er seiltanzend und mit brennenden Fackeln die alte Geschichte von der einsamen Insel und dem verlorenen Schatz erzählt. Eine Stunde später, im Thon Dittmer Palais, beginnt das argentinisch-italienische Akrobaten-Paar Cie Masawa bei ihrer Erzählung gleich bei Adam und Eva: Im Zentrum ihrer Choreographie steht ein verlockender Apfel. Auf dem Neupfarrplatz entführen einen am Samstag die argentinischen Manipulationskünstler vom Bardo Teatro Físico in den Schwebezustand zwischen Leben und Tod, von Tibetern „Bardo“ genannt. In der One-Woman-Show OMÂ auf dem Fechthof erzählt Cie bolbol von ihren beiden ungleichen Großmüttern aus Ostfriesland und dem Iran, thematisiert die kulturellen Unterschiede und jongliert nebenbei Bälle,Teekanne, Tasse und Untertasse – mit ihren Füßen. Auf dem Kohlenmarkt, beim Auftritt von OneWoman Company, entsteigt eine junge Frau mit Hütchen, Kleid und roten Wangen ihrem Rollkoffer – eine Spieldosenpuppe auf dem Weg in die Freiheit! Und dann gibt es Shows, die auf Storytelling verzichten – und trotzdem fesselnde Darbietungen liefern: Die beiden japanischen YoYo-Weltmeister Naoto Okada und Shu Takada zum Beispiel zeigen im Thon Dittmer Palais mit beeindruckender Präzision und Synchronität, dass YoYo alles andere ist als ein Kinderspiel. Der Nordire Grant Goldie zieht während des Wochenendes von Platz zu Platz und kommt bei seiner Show sogar ganz ohne Worte aus – angesichts seiner unfassbaren Fähigkeiten mit Diabolo, Glaskugel und Seil verschlägt es auch seinen Zuschauern die Sprache. Durchgegend gequasselt wird dagegen bei den beiden preisgekrönten, selbsternannten „englischen Trotteln“ Garaghty and Thom: ein Feuerwerk an Energie und Wahnsinn, bei dem man nie so genau weiß, was geplant, was improvisiert und was einfach nur schief gegangen ist. Musikalische Begleitung kommt von den Lokalmatadoren der eigenwilligen Blaskapelle Anarchist Brass Collective und der extrovertierten österreichischen Band Blechsalat, die mit einer Disco-Glitzer-Tuba anrückt. Außerdem treten gleich drei Exemplare der seltenen Einmannbands auf, also Solo-Künstlern, die ganze Kapellen mit sich herumtragen und sie mithilfe ausgetüftelter Steuerungstechniken bedienen: Karl Stets Lonely Orkestar aus Dänemark, Martin Kaspar Orkestar aus der Schweiz und Santiago Moreno aus Argentinien. Und als sei so ein Ein-Mann-Orchester noch nicht komplex genug, ist es den Machern des Kulturpflasters gelungen, die drei Künstler zu zwei gemeinsamen Auftritten auf dem Haidplatz zusammen zu bringen: ein Ein-Mann-Band-Trio mit dem vielsagenden Namen Oktopus Orkestars!

