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mit & über GEORGIEN – EUROPÄISCHER KULTURDIALOG

07. November | 11:30 Uhr
 |  Spitalkirche St. Katharina
Georgischer Herbst in Regensburg vom 29. Oktober bis zum 10. November Gesellschaft, Kunst, Kultur, Geschichte, Schrift, Kulinarik, Reise und Gegenwart im Dialog Mit freundlicher Unterstützung der Kulturamt Stadt Regensburg, Leibnitz-Institut, Orphee in Regensburg, Spitalkirche St. Katharina, Vardzia Kulturzentrum und Weinland Georgien. EUROPÄISCHER KULTURDIALOG e. V. aus Regensburg und TRAVELLER aus Tbilissi, Stadt Regensburg, KünstlerInnen, Schriftsteller, Übersetzter, Reisende, WissenschaftlerInnen und Kulturvermittler aus Georgien und Deutschland laden dazu ein, das Land aus unterschiedlichen Perspektiven kennenzulernen und zugleich die vielfältigen kulturellen Beziehungen zwischen Georgien und Deutschland neu zu entdecken. So entsteht in Regensburg über mehrere Tage ein facettenreiches Bild Georgiens – zwischen Kolchis und Gegenwart, Tradition und Moderne, Tbilissi und Regensburg, Kaukasus und Europa. Die Veranstaltungsreihe versteht sich als Einladung, Georgien kennenzulernen, Fragen zu stellen, neue Perspektiven zu gewinnen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Den Auftakt bildet am 29. Oktober um 19 Uhr in Spitalkirche St. Katharina ein Live-A-cappella-Konzert mit dem aus Tbilissi stammenden Musiker Sandro „Bibich“ Kvachadze. Als Sänger, Autor, Musikproduzent und Gesangslehrer verbindet er georgische musikalische Einflüsse mit Soul und elektronischen Klangwelten. Mit mehrschichtigen Gesangsaufnahmen entwickelt er atmosphärische Kompositionen, in denen die menschliche Stimme selbst zum Instrument wird. Am folgenden Tag, 30.10. um 17 Uhr, führt Dr. Nino Lordkipanidze, Archäologin und Wissenschaftlerin aus Tbilissi, mit ihrem spannenden Vortrag „Medea – Mythos und Realität“ in die Welt der antiken Kolchis. Ausgehend von archäologischen Funden aus Westgeorgien und insbesondere den berühmten Goldfunden betrachtet sie die Argonautensage und die Gestalt Medeas zwischen Mythos, Geschichte und archäologischer Überlieferung. Im Anschluss wird im Kulturraum vor der Grieb eine umfangreiche Gruppenausstellung eröffnet. Fotografien und Gemälde verschiedener Künstlerinnen und Künstler eröffnen persönliche und künstlerische Blicke auf Georgien. Zu sehen sind unter anderem Arbeiten aus dem Traveller-Fotoarchiv, Fotografien von Heike Bogenberger aus ihrer Serie „Georgia on my Mind“, Arbeiten von Ana Margvelashvili zu Kolchis und dem Vani Museum, Werke der deutsch-georgischen Künstlerin Eka Ohrner-Natenadze mit ,,Sochial EMPHATICUS and chatting Naturas,, Reise- Fotografien von Peter Geiger sowie Arbeiten von Max Tilke mit kaukasischen Aquarellen. Begleitet wird die Ausstellungseröffnung von „Georgian Vitamins“ mit georgischem Wein, kulinarischen Spezialitäten und Musik – eine Einladung, Georgien nicht nur visuell und intellektuell, sondern auch über Geschmack und gemeinsames Erleben zu entdecken. Ein zentraler thematischer Schwerpunkt der Reihe liegt auf der Frage nach Georgiens Verhältnis zu Europa. Am 31. Oktober um 13 Uhr, spricht der Literatur- und Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Zaal Andronikashvili aus Berlin über „Georgien im europäischen Horizont. Ein dezentrierter Blick auf Europa“. Gemeinsam mit Prof. Dr. Katrin Boeckh aus Regensburg wird dabei die Perspektive Georgiens auf Europa in den Mittelpunkt gerückt. Historische Verbindungen, kulturelle Erfahrungen und Fragen von Zugehörigkeit und Freiheit werden aus einer Perspektive betrachtet, die Europa nicht ausschließlich von seinen vermeintlichen Zentren aus denkt. Am selben Tag um 16 Uhr widmet sich Prof. Dr. Giorgi Khatiashvili aus Tbilissi der georgischen Schrift und ihrer kalligrafischen Tradition. In seinem Vortrag geht es um die Entwicklung der georgischen Schrift von ihren historischen Anfängen bis zu zeitgenössischen Formen der Gestaltung. Im anschließenden Workshop „Wir schreiben auf Georgisch“ haben die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, die georgischen Schriftzeichen selbst kennenzulernen und eigene kalligrafische Arbeiten auf Papier und Textil zu gestalten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Thema Reisen und kulturelle Begegnung. Am 6. November um 17 Uhr stellen Traveller und E.K.K.K.A. sich selbst, ihre Konzepte und Reiserouten vor. Die von Natia Tsirekidze und Tako Meskhi gegründete georgische Plattform Traveller versteht Reisen als Möglichkeit, Geschichte, Kultur und Gesellschaft unmittelbar zu erfahren. Gemeinsam mit Eka Ohrner – Natenadze werden Wege vorgestellt, die Erholung, Kunst, Kulinarik, Kultur und Austausch miteinander verbinden und Georgien jenseits klassischer touristischer Perspektiven erfahrbar machen. Auch das georgische Kino nimmt einen wichtigen Platz im Programm ein. Mit „The Rainbowmaker“ (2004) von Nana Jorjadze wird am 6. und 10. November um 19 Uhr ein Film gezeigt, der Realität und Fantasie, Humor und magischen Realismus miteinander verbindet. Im Mittelpunkt steht ein Meteorologe, der nach einer langen Abwesenheit zu seiner Familie zurückkehrt und eine außergewöhnliche Fähigkeit entwickelt. Am 7. November um 18 Uhr folgt „Holy Electricity“ (2024) des georgischen Regisseurs und Künstlers Tato Kotetishvili, der sich auf poetische Weise mit Menschen, Energie und gesellschaftlichem Wandel auseinandersetzt. Beide Filme werden mit englischen Untertiteln gezeigt. „The Rainbowmaker“ ist zudem am 10. November noch einmal im Rahmen eines Filmabends in der LOUNGE.K.K.K.A. zu sehen, begleitet von georgischem Wein. Die georgische Literatur ist am 7. November um 12 Uhr mit der Lesung „Wo ist mein Zuhause“ der in Berlin lebenden georgischen Dichterin Bella Chekurishvili vertreten. Ihre Texte kreisen um Heimat, Identität, Erinnerung, Verlust und das Leben zwischen verschiedenen Ländern und Kulturen. Die Frage nach dem eigenen Zuhause wird dabei zu einer persönlichen und zugleich gesellschaftlichen Frage, die viele Menschen in einer zunehmend mobilen und miteinander verbundenen Welt betrifft. Am Nachmittag desselben Tages um 15 Uhr verbindet sich Literatur mit Geschichte und Kulturvermittlung. Peter Geiger liest aus Reisetagebuch „König Heraklius und die Herrnhuter Brüder“. Anschließend stellt Eka Ohrner und Ana Margvelashvilis Arbeit- die Initiative „Georgisch-Deutsche Bibliothek“ vor, die sich der Erforschung und Vermittlung der Geschichte der Kulturbeziehungen zwischen Georgien und Deutschland widmet. Historische Quellen, Reiseliteratur und wissenschaftliche Arbeiten werden dabei zu einem wichtigen Bestandteil des kulturellen Gedächtnisses und des heutigen Dialogs zwischen beiden Ländern. Dabei wird Bibliothek auch auf dem Plattform ,,Demokratischer Salon,, vorgestellt. Am 8. November findet die Finissage der Gruppenausstellung statt. Noch einmal treffen die unterschiedlichen künstlerischen Perspektiven auf Georgien aufeinander – von Fotografie und Malerei bis zu historischen und persönlichen Reiseeindrücken. Mit georgischer Kulinarik, Wein und Musik wird auch hier der Gedanke des gemeinsamen Erlebens und der Begegnung aufgegriffen. Einen wissenschaftlichen Abschluss findet die Reihe am 9. November um 18 Uhr im Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung Regensburg. Dr. Tamar Qeburia spricht über „Ein Mosaik Georgiens im langen 20. Jahrhundert“. Sie betrachtet die Geschichte Georgiens von der kurzen Unabhängigkeit der Jahre 1918 bis 1921 über die sowjetische Zeit bis in die Gegenwart und richtet den Blick dabei nicht nur auf politische Entwicklungen. Auch Alltag, Küche, Tanz, Musik, Film und städtisches Leben werden als Bereiche sichtbar, in denen sich gesellschaftliche Veränderungen, Anpassung, Widerstand und kulturelle Identität ausdrücken. Was die einzelnen Veranstaltungen miteinander verbindet, ist der Gedanke der Begegnung. Georgien wird dabei nicht als einheitliches oder fernes kulturelles Gegenüber präsentiert, sondern durch die Stimmen und Erfahrungen ganz unterschiedlicher Menschen: durch die Musik eines Künstlers aus Tbilissi, die Forschung einer Archäologin, die Perspektive von Historikern und Literaturwissenschaftlern, die Bilder von Fotografen und Malern, die Stimmen von Schriftstellern, die Arbeit von Kulturvermittlern und die persönlichen Erfahrungen von Reisenden. Die Veranstaltungsreihe macht damit sichtbar, wie vielfältig die historischen und gegenwärtigen Beziehungen zwischen Georgien und Deutschland sind. Sie verbindet wissenschaftliche Auseinandersetzung mit künstlerischer Erfahrung, historische Erinnerung mit Gegenwart, Reisen mit kulturellem Austausch und georgische Traditionen mit zeitgenössischen Ausdrucksformen. Veranstaltungsorte sind unter anderem der Kulturraum vor der Grieb, die Spitalkirche St. Katharina, das Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung sowie die LOUNGE.K.K.K.A. in Regensburg. Neben Abendkasse ist für einige Veranstaltungen Anmeldung erforderlich: info.kulturdialog@web.de oder 01792654226 (E. Ohrner) Programmübersicht mit Einzelheiten finden Sie auf Facebook und Istagramm @mit & über GEORGIEN, @EUROPÄISCHER KULTURDIALOG

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Details

Datum:
7. November
Zeit:
11:30 Uhr
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Name
Europäischer Kulturdialog
E-Mail:
info@kulturdialog@web.de
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Kultur
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Veranstaltungsort

Spitalkirche St. Katharina
St.-Katharinen-Platz 3
Regensburg, 93059 Germany
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