Beiträge mit Tag ‘Kino’

Der beste Film beim deutschen Filmpreis 2025!? IN DIE SONNE SCHAUEN ist unser Liebling unter allen nominierten Filmen. Ein abgeschiedener Vierseitenhof in der Altmark. Die Wände atmen seit über einem Jahrhundert das Leben der Menschen, die hier wohnen, ihren Geschmack, ihr Sein in der Zeit. Ein Hof, den einst vier Frauen bewohnten, deren Leben über verschiedene Jahrzehnte miteinander verknüpft sind. Alma, Erika, Angelika und Nelly. IN DIE SONNE SCHAUEN erzählt auf mehreren miteinander verwobenen Erzählebenen über einen Zeitraum von circa 100 Jahren und präsentiert ein einzigartiges komplexes filmisches Mosaik. Der Film gewann 2025 in Cannes den Preis der Jury. Deutschland 2025 Regie: Mascha Schilinski Mit Hanna Heckt (Alma), Lea Drinda (Erika) und Lena Urzendowsky (Angelika) Dauer: 2h 29min FSK: ab 16 Originalfassung mit englischen Untertiteln

MANCHE MÖGEN’S HEIß (SOME LIKE IT HOT)

Die zwei Chicagoer Musiker Joe (Tony Curtis) und Jerry (Jack Lemmon) werden zufällig Augenzeugen des Valentinstag-Massakers. Aus Furcht vor dem Mafioso „Gamaschen-Colombo“ ergreifen die beiden daraufhin die Flucht. Auf ihrer Reise in einen anderen Bundesstaat lernen sie die hübsche Sängerin und Ukulelespielerin Sugar „Kane“ Kowalczyk (Marilyn Monroe) näher kennen und schließen sich kurzerhand der Band an – mit neuer Identität. Doch der nächste Ärger lässt nicht lange auf sich warten… Monroe liefert hier als laszive Blondine eine Glanzleistung ab und stellt ihr Können als Sängerin unter Beweis.

I ONLY REST IN THE STORM

Der Portugiese Sergio kommt in eine westafrikanische Metropole, um für eine NGO die Folgen eines großen neuen Straßenprojekts zu bewerten. Doch bald schon interessiert er sich mehr für die Femme fatale Diara und deren queeren Freund Gui. Ein white savior in der dunkelgrauen Zone: Pedro Pinhos epischer zweiter Spielfilm zeichnet ein alles andere als schmeichelhaftes Bild von Entwicklungsarbeit und zugleich ein schillerndes Panorama vom Leben in einer modernen afrikanischen Metropole.

MOTHER MARY

Lange verdrängte Verletzungen drängen an die Oberfläche, als Popstar Mother Mary (Anne Hathaway) kurz vor ihrem Comeback-Auftritt erneut auf ihre entfremdete beste Freundin trifft. Sam Anselm (Michaela Coel), einst für ihre Bühnenkostüme verantwortlich, kehrt in Marys Leben zurück und zwingt beide, sich ihrer gemeinsamen Vergangenheit zu stellen. Anne Hathaway und Michaela Coel machen aus der Geschichte eines Popstars und ihrer Ex-Designerin einen psychologischen Thriller – und eine zutiefst surreale, hochmetaphorische Geistergeschichte.

Diese Sendung ist kein Spiel – Die unheimliche Welt des Eduard Zimmermann

Ein adretter Herr mit kleinem Näschen und freundlichen Hamsterbacken. Doch sein strenger Blick verhieß nichts Gutes und was er zu sagen hatte, verbreitete stets Unbehagen. Wenn Eduard Zimmermann ab 1967 das Fernsehvolk auf Verbrecherjagd schickte – dann schickten Eltern ihre Kinder zu Bett. „Aktenzeichen XY… ungelöst“ war weltweit die erste TV-Reihe eines Genres, das heute unter dem Begriff „True Crime“ boomt. Grimme-Preisträgerin Regina Schilling hat Ausschnitte aus 300 Ausgaben zusammengetragen – eine kluge Analyse verordneter Moral, gesellschaftlicher Normen und der Angstlust in spießigen Vorstadt-Wohnzimmern.

PERFECT BLUE

Sängerin Mima Kirigoe der Girlgroup „Cham“ entschließt sich auf Anraten ihres Agenten der Musikbranche den Rücken zu kehren und sich als Schauspielerin zu versuchen. Sie bekommt eine Rolle in einer TV-Serie, die ihrem bis dato kindlich unschuldigem Bild in der Öffentlichkeit gänzlich entgegenläuft, was ihrer Managerin Rumi und ihren Fans missfällt. Sie wünschen sich die alte Mima im rosa Kostüm zurück. Zu allem Übel wird Mima auch noch von einem fanatischen Fan verfolgt, dessen unheilvolles Grinsen sie immer wieder vor sich sieht. Schließlich wird die erste Person, die mit ihr im Zusammenhang steht, ermordet…

ROSE

Während der Wirren des Dreißigjährigen Krieges erscheint ein mysteriöser Soldat in einem abgelegenen protestantischen Dorf und behauptet, der rechtmäßige Erbe eines seit langem verlassenen Gutshofs zu sein. Die Dorfbewohner begegnen dem Fremden mit der Narbe im Gesicht zunächst mit Skepsis. Die Bemühungen des gottesfürchtigen Mannes um Anerkennung und Zugehörigkeit werden durch ein dunkles Geheimnis erschwert: Er hat sich eine falsche Identität, einen anderen Namen und sogar ein anderes Geschlecht zugelegt, um ins Dorf zu gelangen. Unter dem Deckmantel dieser Täuschungen wird Rose, wie der Soldat in Wirklichkeit

FUTURE SCIENCE – DAS ENDE DER TIERVERSUCHE

In den Laboren der Zukunft entwickeln visionäre Forscher*innen Technologien, die präzisere Ergebnisse liefern als Tierversuche – doch wie lässt sich ein festgefahrenes System überwinden, das diesen Wandel um jeden Preis verhindern will? FUTURE SCIENCE ist eine Reise ins Herz einer wissenschaftlichen Revolution, die das immense Potenzial neuer technologischer Verfahren für die Gesundheit und unsere Sicherheit im Alltag greifbar macht. Denn die Zukunft der Forschung hat bereits begonnen.

WEIT – DIE GESCHICHTE VON EINEM WEG UM DIE WELT

Über 500.000 Kinobesucher*innen sahen den selbstproduzierten Film eines Paares, das ohne Flugzeug dreieinhalb Jahre um die Welt reist. Kein Sponsoring, kein Drehplan, kein Team – nur eine Kamera und die Bereitschaft, sich ganz auf Begegnungen einzulassen. Den Überraschungserfolg erklären sich die beiden Filmemacher*innen so: “Der Film zeigt Menschlichkeit. Menschlichkeit, die über Grenzen und Nationen, Kulturen und Religionen hinweg existiert. Menschlichkeit, die Hoffnung macht und uns, ohne Wenn und Aber, verbindet.”

GESCHENKT WURDE UNS NICHTS – DIE GESCHICHTE EINER ITALIENISCHEN PARTISANIN

GESCHENKT WURDE UNS NICHTS ist ein preisgekrönter Zeitzeuginnen-Dokumentarfilm zur Geschichte italienischer Partisaninnen. Der Film begleitet die ehemalige Partisanin Annita Malavasi sowie zwei ihrer Genossinnen, Pierina Bonilauri und Gina Moncigoli, und beschäftigt sich mit dem Widerstand in Italien im Zweiten Weltkrieg aus der Perspektive dieser Frauen. GESCHENKT WURDE UNS NICHTS begeisterte auf rund 30 Festivals im In- und Ausland, wurde zwölf Mal ausgezeichnet und hatte über 200 Kino-Aufführungen und Screenings.

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