Jeeps
Eine neue Erbschaftsreform sorgt dafür, dass jährlich bis zu 400 Milliarden Euro per Losverfahren vergeben werden. Der Ort der Umsetzung: Die Agentur für Arbeit. In diesem dramatischen Sozialexperiment geraten vier Figuren in einen höchstvergnüglichen Diskurs. Die enteignete Start-up-Gründerin Silke schließt sich mit der langjährigen Bürgergeldempfängerin und Amtskennerin Maude zusammen, um ein erpresserisches Duo zu bilden. Gemeinsam drohen sie dem überkorrekten Gabor, einem Amtsmitarbeiter, seinen geliebten Geländewagen in die Luft zu jagen, sollte er nicht für Gerechtigkeit sorgen. Und dann ist da noch Armin, der Zyniker, der nach Jahren als Beamter alle beruflichen und sozialen Ideale aufgegeben hat. Auch er gerät zwischen die Fronten.
In ihrer bissigen und klugen Gesellschaftssatire stellt die Dramatikerin Nora Abdel-Maksoud humorvoll die entscheidenden Fragen: Zählt die eigene finanzielle Sicherheit mehr als gesellschaftliche Solidarität? Ist Umverteilung von außen tatsächlich gerecht? Wo verläuft die Grenze zwischen Mittelschicht und Besserverdienern? Kann das Leistungsprinzip wirklich existenzielle Sicherheit garantieren?
Nach der Vorstellung am 26.11.2026 gibt es im Rahmen der Reihe DenkSpiel ein Nachgespräch.
Prof. Stefan Gosepath, Berlin wird dabei soziologische und philosophische Betrachtungen zu stückrelevanten Themen darlegen und im Gespräch mit dem Publikum vertiefen.
Initiatorin der Reihe und Moderatorin des Gesprächs ist:
Frau Silvia Donzelli Lehrstuhl für Praktische Philosophie UR – Universität Regensburg Fakultät für Philosophie, Kunst, Geschichts- und Gesellschafstwissenschaften

