Straßenfotografien
„En passant“ – im Vorübergehen. Der Titel der Ausstellung verweist auf das Flüchtige, Zufällige und Ungeplante, das die Straßenfotografie von Jasmin Lehmer prägt. Ihre überwiegend analog entstandenen Fotografien zeigen Szenen des Alltags: Menschen auf Straßen, in kurzen Begegnungen oder stillen Momenten mit sich selbst. Es sind Bilder des Vorbeiziehens – beiläufig und zugleich voller Präsenz.
Lehmers Arbeiten entstanden aus dem unmittelbaren Leben heraus. Nichts wirkt inszeniert; vielmehr vertraut die Fotografin auf den Augenblick, auf spontane Gesten, Blicke und Konstellationen. Ihre Fotografien richten den Fokus auf das Kleine und oft Übersehene: eine Körperhaltung, eine zufällige Nähe zwischen Fremden, ein Moment der Einsamkeit mitten im urbanen Raum. Gerade in dieser Offenheit entfalten die Bilder ihre besondere Intensität und Intimität.
Im Kontext der Ausstellungsreihe „Vom Leben und Tod“ erzählen die Arbeiten weniger von Endlichkeit als von dem, was das Menschsein im Alltag ausmacht. Sie handeln von Nähe und Distanz, von Verletzlichkeit, Erinnerung, Verbundenheit und dem Nebeneinander unterschiedlichster Lebensrealitäten. Die Straße wird dabei zu einem Ort, an dem sich menschliche Vielfalt verdichtet – flüchtig, widersprüchlich und zutiefst lebendig.
Vernissage am 09.06. um 19:30 Uhr
Laudatio: Luzie Gerb
in Zusammenarbeit mit Queeres Regensburg e.V.